25
Jul
05

und es gibt Ihn doch

Am 23.07.05 luden der Heimatverein Thallwitz und die FFW Thallwitz zur Nachtwanderung in den Lauch. Uralten Sagen nach, haust im Lauch ein Waldgeist. Diesen wollten an diesem Abend ca. 60 Unternehmungslustige aufstöbern, allen voran natürlich die Kinder. Vielen Kindern war es dann aber doch etwas mulmig, als es gegen 21:30 Uhr endlich losging.
Angeführt von einer mutigen Erwachsenen (Grit) führte der Weg vorbei am Eiskeller, der selbst dem Verfasser dieses Beitrags zu Kinderzeiten manchmal eine Heidenangst einjagte. Aber wie sich herausstellte, war er nicht der Unterschlupf des Waldgeistes. Also ging es weiter auf den dunklen Waldwegen, an deren Ränder vermehrt Spuren des Waldgeistes zu sehen waren.
Irrlichter und Geräusche, die niemand so recht deuten konnte, verfolgten die Wanderer.
An einer Weggabelung plötzlich ein gedeckter Tisch. Umrandet von Kerzen gab es so manchen Muttropfen zu trinken und auch für den kleinen Hunger war etwas zu haben. Wollten die Waldgeister ihre Besucher etwa in Sicherheit wiegen???
Offensichtlich war es so, denn als es wieder Richtung Waldbühne ging, versuchten die Waldgeister so manches vorlaute Kind zu entführen.
Es gab mächtigen Tumult im Wald, aber die Waldgeister ließen sich vertreiben und ohne „Verluste“ wurde die Waldbühne erreicht. Dort angekommen, konnten sich die Kinder und Erwachsenen bei Essen und Trinken entspannen.
Offensichtlich vom leckeren Essen angelockt, erschien einer der Waldgeister auf dem
Dach der Waldbühne, um alle Anwesenden zu erschrecken. Aber mit geballter Macht wurde er von den Kindern in den Wald zurückgejagt.
Beim anschließenden Knüppelkuchenbacken konnte man viele Kinder beobachten, die ab und zu einen Blick zum Waldrand warfen und sich fragten, ob sich da nicht gerade einige Äste bewegt haben.
Alle Kinder waren sich aber einig, im nächsten Jahr bei der Nachtwanderung wieder dabeizusein.
Zum Schluss sei noch bemerkt, das die Kinder viel mutiger waren als so manches gestandene Mannsbild, welche sich nur mit Muttropfen in den Wald traute.
So, das war ein kleiner Bericht über unsere Nachtwanderung. Wir hoffen, im nächsten Jahr noch mehr Besucher begrüßen zu können.
Für die verspätete Berichterstattung möchte sich der Verfasser bei allen entschuldigen.




2 Responses to “und es gibt Ihn doch”


  1. 1    Langer August 7, 2005 at 21:52

    Super Bericht! War das gruselig!!!!!!!
    Bis nächsts Jahr. David

  2. 2    Dirk Sitte August 9, 2005 at 21:11

    starker Bericht, besten Dank an den Verfasser, mir tut heute noch alles weh, wenn ich daran denke, wie ich über meinen weißen Umhang geflogen bin. Die „Mutstropfen“ haben für alles entschädigt.
    Super Abend, nächstes Jahr gern wieder.
    Gruß Dirk

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